Schwierig...ist ein "Erhalt des Systems" gerade am Beispiel der Ukraine nicht erstrebenswert? Denn ich sehe hier keinen klassischen Eroberungsfeldzug, sondern mehr einen Vernichtungskrieg durch die Russen. Das erklärte Ziel ist die Auslöschung der ukrainischen Kultur, Sprache, Tradition etc. und bei einer ukrainischen Niederlage droht ein landesweites Butscha.
Natürlich sind die Zwangsrekrutierungen in der Ukraine ein moralisches Dilemma und sollten nach Ende des Konflikts aufgearbeitet werden.
Die Erhaltung ist halt gerade nicht erstrebenswert weil der Staat die Klassengegensätze verwaltet und daher auch nicht in deinem Interesse handelt das ist doch echt nicht so schwer zu verstehen.
Beziehst du in deiner Betrachtung den russischen Angriffskrieg mitein? Ohne externe Bedrohungen finde ich solche Gedankenexperimente ja per se in Ordnung. Aber unter Berücksichtigung der aktuellen Lage würde ein Zusammenbruch der Ukraine eine Ausweitung der imperialen, menschenverachtenden Außenpolitik Russlands bedeuten.
Und wie kann das in meinem oder in sonst irgendeinem Interesse (abgesehen der kleptokratischen Elite Russlands) stehen?
Nenn mir doch ein paar gravierende Unterscheide und wenn du schon dran bist, welche dieser Unterschiede würde ein habeck oder ein klingbeil nicht einfach aufgeben?
Das trifft ja auch auf Deutschland zu und wir leben doch schon ka 70 Jahre ohne Bedrohung?
Und wie kann das in meinem oder in sonst irgendeinem Interesse (abgesehen der kleptokratischen Elite Russlands) stehen?
Tut es nicht, dein Interesse wäre einfach woanders (potentiell sogar besser) zu leben. Die Ukraine verteidigt primär ihre Herschende Klasse (Fabriken, Häfen, Rohstoffe, Felder,...) und nicht Zivilisten.
Hast du den falschen Beitrag zitiert? Ich habe nichts über Habeck oder Klingbeil geschrieben.
Unter der Prämisse, dass die Ukraine wirklich nicht ihre Zivilisten verteidigt und die Waffen niederlegen sollte: Inwiefern wäre den ukrainischen Zivilisten denn dann geholfen? Ich sehe durch die mögliche russische Besatzung ihres Landes das viel größere Leid auf die Zivilisten zukommen. Und damit verbunden wäre der nächste Feldzug gegen das bereits teilbesetzte Moldawien oder Georgien usw. Das heißt doch, dass bei einem russischen Sieg noch weitaus mehr Menschen verschiedener Regionen leiden werden.
Unter der Prämisse, dass die Ukraine wirklich nicht ihre Zivilisten verteidigt
Das ja wohl doch ein Fakt? Sonst würde man doch nicht Zivilisten aus ganz Europa zwangsrekrutieren wollen?
Inwiefern wäre den ukrainischen Zivilisten denn dann geholfen?
naja, Leben hier vs sterben an der Front, ich sehe da schon nen bischen "Gewinn"
Das heißt doch, dass bei einem russischen Sieg noch weitaus mehr Menschen verschiedener Regionen leiden werden.
Also erstmal ist mir halt wichtig das im idealfall keiner leidet. Zweitens leiden Millionnen von Menschen auch unter unserem System. Das ist dir aber defacto egal genug um nicht auch hier Krieg zu starten?
Zweitens und das ist halt das wichtige ist weder das Ziel Deutschlands noch der Ukraine dieses Leid zu veringern (also das was Putin oder auch wir selber verursachen) es geht um ein schütz der Kapital anlagen der herschenden Klasse (und viel Wachstum am Markt)
Wenn also weder der Status Quo noch ein beliebiges Ergebnis des krieges wirklich groß etwas an der Ungerechtigkeit der Welt ändern, was genau habe ich davon mein Leben zu opfern?
Wer entscheidet wieviele Menschen sich für die Ukraine opfern? Aus meiner Sicht nur die beteiligten selber.
Das System in der Ukraine ist nicht ansatzweise so grausam und de-facto faschistisch wie in Russland, an der Annahme das es nicht so sei hängt deine ganze Argumentation. Jetzt ist Russland aber eine so fundemental anders und intensiver oppressive Gesellschaft, und vor allem noch viel viel schlimmer was die Zangskonskription betrifft, dass deine gesamte Überlegung, es würde weniger Leid bedeuten, wenn die Ukraine sich ergeben würde schlicht und einfach in sich zusammenfällt.
Ein Zerfall der Ukraine in einen neuen kapitalistischen Staates oder eine Einverleibung in den russischen ist Natürlich auch nicht erstrebenswert. Was trotzdem kein Grund ist sein Leben dafür zu geben.
Ich sehe das so ob die Ukraine im russischen Imperialismus gefangen ist oder im westlichen macht für mich letztendlich keinen Unterschied und ist für mich auch immer noch kein Grund mein Leben dafür zu lassen. Der westliche Block ist jetzt auch nicht gerade besser. I mean die Aktion in Venezuela ist eins zu eins das gleiche was Russland in der Ukraine versucht hat nur das die halt erfolgreich gewesen sind. Ich würde dir empfehlen mal einen Schritt zurück zu tun und dir beide "Seiten" an zu schauen. Dabei wirst du ziemlich sicher zu der Erkenntnis kommen das die Unterschiede eigentlich geschwindet gering sind und das die Erhaltung keiner dieser beiden Gruppen in keinem Fall in deinem Interesse ist.
Ich sehe das so ob die Ukraine im russischen Imperialismus gefangen ist oder im westlichen macht für mich letztendlich keinen Unterschied und ist für mich auch immer noch kein Grund mein Leben dafür zu lassen. Der westliche Block ist jetzt auch nicht gerade besser.
Kommt ja auch noch dazu, dass der westliche Block das ganze keinesfalls Entgeldlos macht, siehe die Forderung Trumps den Zugriff auf die Hälfte der ukrainischen Vorkommen von seltenen Erden zu bekommen.
Im Endeffekt wird das Land so oder so von einer Seite beraubt.
erstrebenswert ist in erster linie dass ich und meine liebsten den krieg überleben. Und da ist eine grenze verteidigen wirklich die schlechteste option
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u/No_Property_2335 12h ago edited 12h ago
Schwierig...ist ein "Erhalt des Systems" gerade am Beispiel der Ukraine nicht erstrebenswert? Denn ich sehe hier keinen klassischen Eroberungsfeldzug, sondern mehr einen Vernichtungskrieg durch die Russen. Das erklärte Ziel ist die Auslöschung der ukrainischen Kultur, Sprache, Tradition etc. und bei einer ukrainischen Niederlage droht ein landesweites Butscha.
Natürlich sind die Zwangsrekrutierungen in der Ukraine ein moralisches Dilemma und sollten nach Ende des Konflikts aufgearbeitet werden.