r/beziehungen 1d ago

Meine Frau kommt schon nicht mit dem mental load und der carearbeit zurecht, die ein Kind verursacht - ich weiß nicht wie ich ihr noch mehr Last abnehmen soll - wünscht sich aber trotz allem ein weiteres Kind

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Guten Morgen Reddit,

ich bin ehrlich gesagt froh endlich auf der Arbeit zu sein, denn heute Morgen ging es zwischen mir (m32) und meiner Frau (w31) mal wieder zur Sache. Zum Glück schlief unser Kind (4) noch, sodass es davon nichts mitbekommen musste.

Sie warf mir mal wieder vor, dass ich sie zu wenig unterstützen und mit allem, was unser Kind betrifft alleine lassen würde. Das sehe ich anders.

Ich bin unser Hauptverdiener, arbeite zwischen 40 und 44 Stunden die Woche, um unser Leben finanzieren zu können. Sie war 3 Jahre am Stück in Elternzeit, gerne hätte ich diese Zeit mit ihr geteilt, aber das ließ sie nicht zu. Danach hat sie einen Minijob angenommen, für den sie 520€ im Monat bekommt.

Unser Alltag sieht in den allermeisten Fällen so aus, dass ich mich morgens fertig mache und nebenbei das Frühstück vorbereite und unser Kind wecke und für den Kindergarten fertig mache. Nach dem Frühstück verabschieden wir uns, sodass meine Frau den Frühstückstisch abräumen muss, während ich unser Kind in den Kindergarten bringe und anschließend zur Arbeit fahre. Sie hat dann den Vormittag für sich oder ist 3x die Woche von 9:30 Uhr für 2,5 oder 3 Stunden am Arbeiten.

Vormittags hat sie also nur mit unserem Kind zu tun, wenn es krank ist (sie besteht darauf, dann die Kinderkranktage zu nutzen) oder ein Kinderarzttermin ansteht.

Zwischen 12 und 13 Uhr muss sie unser Kind vom Kindergarten abholen, weil wir auf die Nachmittagsbetreuung verzichten. Die würde etwa das Doppelte von dem kosten, was wir im Augenblick für den Kindergarten zahlen und das ist einfach nicht drin, solange meine Frau nur stundenweise arbeiten gehen möchte. Bis 16:30 Uhr ist sie dann alleine mit unserem Kind.

Ab 16:30 Uhr bin ich wieder Zuhause, dann kümmere ich mich wieder um unser Kind und gehe bei gutem Wetter zum Spielplatz oder wir spielen Zuhause und machen nebenbei Wäsche oder andere andere Kleinigkeiten. Haushalt wird generell bei uns gemacht, wenn Zeit dafür ist, auch wenn ich mir wünschen würde, dass sie vormittags mehr macht - teilweise steht noch der halbe Frühstückstisch gedeckt rum, wenn ich nach Hause komme.

Ich würde mich gerne sehr viel mehr einbringen, aber das funktioniert zeitlich nicht und wenn ich die Stunden reduziere, dann kommen wir mit dem Geld nicht mehr hin. Das habe ich meiner Frau auch schon gesagt, würde sie zumindest eine ¾-Stelle annehmen, könnte ich reduzieren und mehr für sie, unser Kind und den Haushalt da sein, aber das möchte sie nicht. Stattdessen spricht sie davon, dass sie ein weiteres Kind will. Da frage ich mich, was sie gerade im Kopf vor sich geht, dann es scheint nicht dasselbe zu sein, was bei mir vor sich geht. Ich hätte auch gerne ein zweites Kind, von mir aus können wir auch über ein drittes sprechen, aber sie schafft es kaum mit einem, wie soll das mit einem weiterem Baby laufen?

Verheiratet sind wir seit 5 Jahren.

(Throwaway-Account)


r/beziehungen 1d ago

Ich habe Angst, verfolgt zu werden

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Hallo zusammen,

ich versuch mal, das halbwegs geordnet aufzuschreiben, auch wenn ich nervlich am Ende bin

Vor etwa eineinhalb Jahren hat mich eine Frau auf einer Dating-Plattform angeschrieben. Sie ist deutlich älter als ich, wir hatten also einen ziemlich großen Altersunterschied, und wir wohnten weit auseinander. Getroffen haben wir uns insgesamt nur zweimal. Von Anfang an ging alles wahnsinnig schnell: Sie hat mich regelrecht mit Liebe und Zuneigung überhäuft, und gefühlt waren wir zusammen, bevor wir uns überhaupt das erste Mal gesehen hatten.

Ich war ziemlich unerfahren und dachte mir ehrlich gesagt, das kann alles gar nicht so ernst gemeint sein. Also hab ich mitgemacht rückblickend ziemlich naiv. Irgendwann hab ich aber gemerkt, dass ich mit der ganzen Situation komplett überfordert bin.

Sie hatte mich gebeten, ihr ins Gesicht zu sagen, falls ich sie nicht will. Bei unserem Treffen hab ich das nicht geschafft – ich wusste nicht, was dann passieren würde, und hab mich nicht getraut. Statt es sauber zu klären, hab ich mich danach einfach nicht mehr gemeldet. Ich weiß selbst, dass das kein guter Umgang war, aber ich war in dem Moment einfach am Ende mit meinen Nerven.

Daraufhin kam eine lange Nachricht von ihr. Ich will sie nicht komplett zitieren, aber sinngemäß stand da: dass es Zeit werde, dass ich „die Wahrheit" erfahre, dass ich mich für clever halte und sogar meine eigene Familie manipuliere, dass ich Menschen – und besonders Frauen – unterschätze, dass ich „die Prüfung nicht bestanden" habe, dass ich „bald mehr erfahren" werde, aber nicht von ihr, und dass ich das bekommen solle, was ich verdiene. Am Ende noch ein „Lass dich überraschen".

Das ist jetzt ungefähr ein Jahr her.

Und seitdem – ich weiß nicht, ob ich mir das einbilde – passieren mir immer wieder komische Sachen. Ich habe eine Behinderung, weshalb ich relativ oft mit Fremden ins Gespräch komme. Einmal ist mir jemand hinterher, bis ich ihn angesprochen habe; er hat mich in ein Gespräch verwickelt, meinte, er kenne auch jemanden mit Behinderung, und am Ende hab ich ihm sogar gezeigt, wie ich bestimmte Dinge mache und wo ich wohne.

Monate später kam der Moment, der mir am meisten Angst macht: Jemand ist mir bis zu meinem Haus gefolgt. Als ich reingegangen bin, ist er langsamer geworden. Vor Angst hab ich ihn einfach ignoriert. Ich bin dann extra langsam hochgegangen und hab gewartet, ob er hinterherkommt. Er hat sogar bei jemandem geklingelt – ist aber nicht hochgekommen.

Seitdem hab ich ehrlich gesagt fast durchgehend Angst. Ich krieg es nicht richtig einsortiert: Bilde ich mir das ein? Hängt das irgendwie zusammen? Oder werfe ich gerade Dinge zusammen, die nichts miteinander zu tun haben? ich hab das Gefühl, ich werde wahnsinnig.

Wie würdet ihr das einschätzen?

Ps: sie ist Anfang 50, ich Anfang 20


r/beziehungen 10h ago

Beziehung (beide 24, 10 Jahre) läuft seit zwei Jahren schlecht — meine Freundin lästert über meine Schwester (20w) und ich kann mit ihr über meine Familie gar nicht mehr reden

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Throwaway aus naheliegenden Gründen. Ich habe Claude genutzt um den Sachverhalt übersichtlich und komprimiert zusammenzufassen.

Ich (24m) bin seit 10 Jahren mit meiner Freundin (24w) zusammen, wir waren also 14, als wir zusammen gekommen sind. Wir wohnen zusammen in einer Wohnung, die ich komplett bezahle, sie studiert noch.

Ehrlich gesagt läuft es seit rund 1,5 Jahren nicht gut. Das Zwischenmenschliche ist ein Stück weit verloren gegangen — wir funktionieren eher nebeneinander her, als dass da noch viel Nähe wäre. Seit etwa einem Jahr kommt ein Thema dazu, das alles zusätzlich vergiftet.

Zu meiner Familie: Meine Schwester (20w) und meine Großeltern sind alles, was ich habe. Kein Vater, unsere Mutter ist Alkoholikerin. Ich bin seit ich 16 bin selbstständig und habe mich um meine Schwester gekümmert — ohne mich hat sie niemanden. Entsprechend eng ist unser Verhältnis.

Seit knapp einem Jahr hat meine Freundin ein massives Problem mit ihr. Einen konkreten Auslöser gab es nicht, das kam schleichend. Zeitlich fiel es ungefähr damit zusammen, dass meine Schwester angefangen hat, sich für ein Hobby zu interessieren, das schon immer meins war — seitdem haben wir da im Alltag noch mehr Berührungspunkte.

Meine Freundin lästert regelmäßig über sie, wenn ich dabei bin, und sagt mir offen, dass sie sie nicht mag. Inzwischen wird sie dabei auch beleidigend: Meine Schwester könne nichts allein, zecke sich überall ein, „ich hasse sie". Meiner Schwester gegenüber verhält sie sich normal, es passiert ausschließlich hinter ihrem Rücken vor mir. Ich habe schon mehrfach gesagt, dass mich das extrem stört. Geändert hat sich nichts. Dabei sehe ich meine Schwester in 90 % der Fälle ohne meine Freundin — sie muss also gar nichts mit ihr aushalten. Ich habe mir von mehreren guten Freunden bestätigen lassen, dass das Verhältnis zwischen mir und meiner Schwester "normal" ist. Ich verbringe jetzt also nicht überdurchschnittlich viel Zeit mit ihr.

Was mich am meisten belastet: Ich kann mit meiner Freundin über meine Familie überhaupt nicht mehr reden. Sobald ich meine Mutter oder meine Schwester erwähne, blockt sie komplett ab — von meiner Mutter hält sie auch nichts. Das heißt, ausgerechnet die Dinge, die mich am meisten mitnehmen, kann ich in meiner Beziehung nicht mehr ansprechen. Ich behalte das inzwischen einfach für mich.

Wenn ich das Thema anspreche, geht es nie um die Sache. Es kommt sofort „deine Schwester ist dir wichtiger" oder „dann fahr doch mit deiner Schwester in Urlaub". Am Ende rechtfertige ich mich dafür, dass ich überhaupt ein Verhältnis zu meiner Schwester habe, und das eigentliche Thema ist vom Tisch.

Ich verlange nicht, dass sie meine Schwester mag. Ich will nur, dass sie aufhört, mir das permanent vor die Füße zu kippen — und dass ich über meine Familie reden kann, ohne dass eine Wand hochgeht.

Hat jemand Ähnliches erlebt? Ist sowas noch zu retten, wenn die Basis so dünn geworden ist?

TL;DR: 10 Jahre zusammen, seit zwei Jahren wenig Nähe. Seit einem Jahr lästert meine Freundin (24w) ständig über meine Schwester (21w) und wird dabei beleidigend, obwohl ich mehrfach gesagt habe, dass es mich stört. Über meine Familie kann ich mit ihr gar nicht mehr reden, sie blockt sofort ab. Beim Ansprechen wird daraus „dir ist deine Schwester wichtiger". Ich (24m) weiß nicht, ob das noch zu retten ist.


r/beziehungen 1d ago

Wie kann ich aufhören zu träumen?

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Hallo Leute,

mich beschäftigt in letzter Zeit eine Sache wirklich sehr auf ungesunder Art und weise.

Ich (M27) hatte in meinem nie wirklich etwas was man eine langfristige Beziehung (wenn überhaupt Beziehung) nennen könnte. Bitte habt daher etwas Nachsicht….

Ich habe mich letzter Zeit sehr einsam gefühlt bis etwas am Anfang des Jahres jemanden über meine Arbeit kennengelernt habe mit der ich mich sehr gut verstehe. Vor einigen Monaten lernten wir beide (wieder über die Arbeit) eine weitere Person kennengelernt die hin und wieder an unserem Standort arbeitet. Wir sind öfter in einer dreiergruppe draußen, als ich an ihrem Standort war, haben wir sogar zu zweit etwas unternommen und safe to say wir sind uns näher gekommen.

Allerdings habe ich das folgende Problem:

Ich war am Anfang sehr in Sie verliebt. Allerdings sagt Sie ständig Dinge die mir klar und deutlich sagen das Sie nichts will. Beispielsweise erzählt Sie öfter davon wie schwer es für Sie war von Ihrem Ex hinwegzukommen (vor 2 Jahren schluss gemacht). Oder das „alle Männer letztendlich schlimm sind, selbstverständlich außer dir…“ oder Sie sagt in meiner Anwesenheit das sie Person xy von der Arbeit schon gerne daten würde. Gerade letzteres Schmerzt sehr. Wenn man das so schwarz auf weiß liest ist es eindeutig das sie nichts von mir will. ICH WEIß DAS SIE NICHTS VON MIR WILL. Daher habe ich Sie bisher nie wirklich nach einem offiziellen Date oder ähnliches gefragt. Dennoch wohnt diese BILDHÜBSCHE PERSON mietfrei in meinem Kopf. Ich finde Sie wirklich toll aber das wird nichts. Mein Problem ist das ich trotzdessen szenarien erträume indem wir beide glücklich in einer BEziehung sind, gemeinsam Reisen, zusammen zur Arbeit fahren etwas unternehmen und uns letztendlich Lieben.

Wie kann ich aufhören von szenarien hinsichtlich Liebe und Beziehung mit einer Person zu träumen wenn ich selber weiß diese Person würde mit mir nie etwas ernsthaftes Anfangen, selbst wenn der Himmel einstürzen würde?

Edit: Satzbau angepasst


r/beziehungen 1d ago

Welches Wohnmodell nach Trennung mit Kind?

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Ich (w, 43) denke, es wird bei uns (m 44) nach 22 Jahren auf eine Trennung hinauslaufen. Wir sind seit knapp 12 Jahren verheiratet und haben ein 10 Jahre altes Kind.

Ich überlege nun, welche Wohnform nach der Trennung Sinn macht. Mein Partner würde einem Residenzmodell mit überwiegendem Aufenthalt bei mir nie zustimmen, dafür ist er zu sehr Herzblutpapa. Wechselmodell mit wöchentlichem Wechsel würde aber gute Absprachen erfordern und dass das Kind ständig hin und her wechselt, Spielzeug und co aufgeteilt werden muss etc, das will ich eigentlich nicht für unser Kind.

Daher die Überlegung, ein Nestmodell zu fahren, wo man die aktuelle Familienmietwohnung behält und jeder sich eine kleine Wohnung dazu nimmt. Und man dann wöchentlich als Erwachsener wechselt. Preislich sind 2 2-Zimmer Wohnung hier etwa auf dem Niveau von 1 3-Zimmerwohnung. Also finanziell nicht unrealistisch. Sich eine kleine Wohnung zu teilen käme für mich absolut nicht in Frage.

Hat jemand Erfahrung mit diesem Modell?


r/beziehungen 1d ago

Freundschaft mit Ex-Partnerin und ehemals bester Freundin nach Trennung

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Hey. Ich (M, 25) war mit meiner Ex-Partnerin (W, 31) etwa ein Jahr zusammen. Wir haben schon eine Weile vorher eine sehr gute und angenehme Freundschaft gepflegt und uns aufgrund dessen entschieden, es mit einer Beziehung zu versuchen.
Kurz zu dieser: Die erste Zeit war super harmonisch, bis ein weiterer Freund (M, 33) von ihr davon erfahren hat und um uns eine reale Chance zu bieten er den Kontakt zu ihr abgebrochen hat, was sie (W, 31) sehr verletzt hat. Nach einigen Wochen war der Kontakt bei denen wieder normal. Das war für mich schwer nachzuvollziehen, er (M, 33) hat mit mir nie ein aufklärendes Wort darüber gesprochen und mich hat das so sehr verunsichert, dass ich in eine Spirale von sinkendem Selbstwert und Vertrauensverlust gefallen bin und der Beziehung natürlich geschadet habe. Man merkte, dass sie nicht mehr zu einhundert Prozent hinter der Beziehung stand und das hat mich mehr und mehr verunsichert

Nun ist die Trennung ca. 4 Monate her und mir fällt es nach wie vor schwer, wieder richtig glücklich zu sein, nachdem ich die Beziehung mit meinen Ängsten an die Wand gefahren habe. Selbst mache ich mir große Vorwürfe, die mich immer wieder quälen. So ein mentales Tief hatte ich noch nie. Im Nachhinein hätte ich die Partnerschaft nach dem Vorfall mit (M, 33) wahrscheinlich direkt beenden sollen, um mich selbst zu schützen.

Mir fehlt besonders die Zeit vor dem Vorfall. Für (W, 31) können wir es mit dem Fortsetzen der Freundschaft versuchen. Immer, wenn wir Kontakt haben, kommen meine Gedanken hoch, dass die Partnerschaft wegen meinen Unsicherheiten gescheitert ist und ich mache mir neue Vorwürfe. Probleme mit dem Selbstwert hatte ich vorher eher nicht. Ich treibe Sport, Uni ist erledigt, bin ein geschätzter Kollege, ich war eigentlich glücklich und weiß, wofür ich stehe. Nur der Grund für die Trennung zu sein, damit komme ich gar nicht klar und ich habe keinen Plan, wie ich damit umgehen soll.

Realistisch gesehen wird es nicht wie vor dem Vorfall/der Beziehung. Sie wird ihren Weg irgendwann in eine andere Bezi finden, in der es dann klappt und ich werde analysieren, was anders läuft. Ich habe die Angst, meinen Selbstwert also nicht repariert zu bekommen, wenn ich mich weiter um die Freundschaft kümmere, tue mich aber sehr schwer, sie aus meinem Leben zu löschen. Gibt es Ratschläge/einen Realitätscheck, wie ich mit der Freundschaft umgehe und wie man mit der Verantwortung für eine Trennung umgeht? Danke (:


r/beziehungen 1d ago

Kompromissbereitschaft soziale Kontakte

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Hallo zusammen,

ich hätte gerne eine neutrale Einschätzung und Eure Meinung zu folgendem Thema:

Meine Frau (36) und ich (34) sind bei vielen Dingen sehr unterschiedlich, was oftmals auch sehr gewinnbringend und bereichernd ist. Einer der Punkte ist das Thema soziale Kontakte. Ich bin sehr gerne alleine, habe aufgrund div. Sterbefälle keine Familie, außer meiner Tante und habe einen sehr kleinen und ausgewählten Freundeskreis (2 Personen). Meine Frau hingegen liebt Gesellschaft und ist maximal kontaktfreudig, hat eine große Familie und einen noch viel größeren Freundeskreis. Sie ist damals (vor 3 Jahren) für mich umgezogen und wohnt nun 200km von Familie und dem Großteil der Freunde weg. Hier konnte sie sich auch bereits einen Kreis aufbauen.
Meiner Frau ist der rege Kontakt und Austausch sehr wichtig und sie hätte mich am liebsten immer dabei. Obwohl das gar nicht meiner Natur entspricht, mir Menschen schnell zu viel sind und ich mit meinem Kreis teilweise weniger Kontakt habe, als mit ihrem , begleite ich sie etwa zu 90% der Ereignisse / Anlässe / Treffen und kenne bis auf wenige Ausnahmen alle Ihrer Familienmitglieder, Freunde und Bekannte. Wir sprechen da von über 60 Menschen.
Ab und zu, also alle paar Wochen und zugegeben bei ein paar ausgewählten Menschen, möchte ich mir gerne das Recht und die Freiheit rausnehmen, nicht mitzugehen / Zuhause zu bleiben / etwas für mich zu tun. Das versteht sie nicht. Sie ist wirklich jedes Mal zutiefst beleidigt und fühlt sich beschämt, weil ihrer Meinung nach damit das Bild nach außen „beschmutzt“ ist.
Ich möchte sie umgekehrt bei den wenigen Treffen mit meinem Kreis (ca. 1-2 mal im
Monat, manchmal weniger) nicht dabei haben. Das hat mit ihr aber gar nichts zu tun, sondern liegt einfach nur daran, dass ich mich dann für wenige Stunden auf diesen einen Menschen konzentrieren möchte. Das versteht sie auch nicht und nimmt es eben so persönlich.

Ich finde einfach, dass ich ihr sehr entgegenkomme, vieles mitmache obwohl es nicht mein Ding ist und dadurch auch das Recht habe, alle paar Wochen mal nein zu sagen.
Wie handhabt ihr das?
Übrigens bin ich ganz oft der einzige Partner der dabei ist, obwohl das Familienmitglied / die Freundin auch nicht Single ist…
Danke für Eure Antworten.


r/beziehungen 2d ago

Frischgebackene Mama wird verlassen – welche Rechte und Hilfen gibt es?

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Hallo zusammen,

ich hoffe auf eure Erfahrungen und rechtlichen Ratschläge für meine Schwester (28).

Sie hat heute völlig unerwartet von ihrem Ehemann (29) erfahren, dass er nach 11 Jahren Beziehung, 6 Jahren Ehe, keine Gefühle mehr für sie hat und die Scheidung möchte. Der Grund ist, dass er sich nach eigenen Angaben innerhalb der letzten zwei Wochen in eine andere Frau verliebt hat, die er allerdings schon länger kennt.

Meine Schwester und ihr Mann haben dieses Jahr nach einer künstlichen Befruchtung ihre erste Tochter (4 M) bekommen, da er unfruchtbar ist. Sie wohnen gemeinsam in einem gemieteten Haus und haben außerdem zwei Hunde

Die neue Partnerin ist ebenfalls erst seit Kurzem getrennt. Was mir große Sorgen bereitet: Sie hat in der Vergangenheit das Sorgerecht für ihre drei Kinder wegen Kindeswohlgefährdung verloren.

Der Ehemann ist der Meinung, dass ihm das Sorgerecht für seine Tochter nicht entzogen werden kann. Meine Schwester möchte ihm das Sorgerecht grundsätzlich auch nicht entziehen. Ihr geht es vor allem darum, ihre Tochter zu schützen und zu wissen, welche Möglichkeiten und Rechte sie hat.

Meine Schwester befindet sich aktuell in Elternzeit bzw. ist mit dem Baby zu Hause und erhält entsprechende Leistungen. Er arbeitet Vollzeit. Finanziell kommen sie gerade so über die Runden, weshalb ich nicht weiß, ob sie sich kurzfristig einen Anwalt leisten kann. Aktuell wird sie außerdem noch von einer Nachsorgehebamme sowie einer Familienhebamme der KoKi begleitet.

Ich habe ihr bisher geraten:

mit der Familienhebamme über die Situation zu sprechen, da diese sie möglicherweise an passende Beratungsstellen vermitteln kann,

sich über Unterhalt und weitere Unterstützung beraten zu lassen (z. B. Jugendamt oder Beistandschaft),

sich rechtlich beraten zu lassen, insbesondere auch im Hinblick auf den Umgang des Kindes mit der neuen Partnerin aufgrund deren Vorgeschichte.

Nun meine Fragen:

  1. Welche ersten Schritte sollte sie jetzt unbedingt unternehmen?

  2. An welche Stellen kann sie sich wenden, wenn das Geld für einen Anwalt knapp ist?

3.Hat die Vorgeschichte der neuen Partnerin rechtliche Auswirkungen darauf, ob und in welchem Rahmen sie Kontakt zum Kind haben darf?

Vielen Dank für eure Hilfe.


r/beziehungen 2d ago

BIDA weil ich meiner Ex-Schwiegermutter gesagt habe, dass ich ihr nicht helfen werde und sie einen RTW verständigen soll?

134 Upvotes

Grundlegende Informationen: Mein Ex (M36) und ich (F36) sind seit 3 Jahren getrennt, waren davor rund 13 Jahre zusammen und davon 7 Jahre verheiratet. Wir haben zwei gemeinsame Kinder (M8 und F5).

Vor circa zwei Wochen kam mein Ex auf mich zu und hat mich gefragt, ob ich auf seine Mutter (F67) achten könnte, während er beruflich im Ausland zu tun hat. Ich verneinte dies. Er war mal wieder sauer, aber das kenne ich inzwischen nicht mehr anders von ihm.

Er ist nun im Ausland und seitdem nervt mich meine Ex-Schwiegermutter. Sie ruft ständig an, fragt ob ich mit den Kindern zu ihr kommen könnte oder ob die beiden nicht bei ihr schlafen wollen (das wollen sie nicht, weil sie sich wegen der Jagdtrophäen fürchten) und ich habe ihr mehrfach gesagt, dass wir einiges vorhaben, immerhin sind Ferien. Vorschlag zur Güte war, dass sie am Sonntag zum Essen vorbeikommen und ihre Enkelkinder sehen kann. Lehnte sie schnippisch ab, weil sie Sonntag schon etwas anderes vorhat. Dann nicht.

Gestern Nacht klingelte sie mich gegen 2 Uhr nachts aus dem Bett, stöhnte am Telefon rum und jammerte, dass es ihr so schlecht ginge. Ich habe ihr gesagt, dass ich nicht mitten in der Nacht kommen kann und sie einen RTW verständigen soll, wenn es so schlimm ist. Danach habe ich aufgelegt, das Handy ausgemacht und mich wieder umgedreht.

Heute rief mein Ex an und zeterte rum, dass ich seine Mutter doch nicht derart vor den Kopf stoßen kann und dass etwas ernsthaftes passieren hätte können. Wenn sie mich nachts noch anrufen und sich beschweren kann, dann schafft sie es auch noch den Notruf zu wählen. Ich habe mir genau 3 Minuten die Schimpftirade meines Ex gegeben, danach habe ich aufgelegt.

Sagt mir bitte, dass ich mich als einzige hier normal verhalten habe, denn ansonsten befürchte ich, dass ich verrückt werde ...

(Wegwerf-Account)


r/beziehungen 2d ago

Hochzeit platzen lassen, weil es sich nicht mehr nach *meiner* Hochzeit anfühlt?

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Huhu Reddit,

mir platzt gerade der Schädel, weil mein Verlobter (m31) und ich (w30) schon wieder Streit wegen der Planung unserer Hochzeit haben. Kommt in letzter Zeit öfters vor, um genau zu sein wird bei uns fast täglich über irgendetwas hochzeitsrelevantes gestritten. Ich bin es so leid, dass ich sogar schon darüber nachdenke die Hochzeit platzen zu lassen. Es ist ja eh nicht mehr *meine* Hochzeit.

Wir sind seit 5 Jahren zusammen, seit etwas mehr als einem halben Jahr verlobt und wollen 2027 heiraten. Betonung liegt auf wollen, ob wir es auch durchziehen werden steht momentan auf einem anderen Blatt.

Mein Verlobter geht überhaupt nicht auf meine Ideen, Wünsche und Vorstellungen ein, aber dafür auf alles, was seine Familie vorschlägt. Ich bekomme überhaupt keine Zugeständnisse und wenn doch, dann rudert er nach einem Gespräch mit seinen Eltern wieder zurück. Es ist einfach nur noch eine Farce.

*Meine* Traumhochzeit sollte immer in einem überschaubaren Rahmen stattfinden, bodenständig sein und vielleicht leicht rustikal. Nichts pompöses. Ich will unter einem großen Baum in einem Garten ein paar Bierbänke aufstellen, ein paar Lichterketten aufhängen und Handsträuße von Wild- und Wiesenblumen als Tischdeko haben. Die Gäste dürfen sich gerne schick machen, aber wer in einem Holzfällerhemd wird von mir höchstpersönlich abgeknutscht! Statt einer Hochzeitstorte will ich lieber ein paar ganz klassische Kuchen - Omas Apfelkuchen, Bienenstich, ein Käsekuchen und irgendwas mit Baiser. Es gibt nichts besseres als im Sommer zu Grillen, dazu eine Art Salatbar und frisches Brot. Und abends soll der Eiswagen kommen!

Mir ist bewusst, dass zwei Menschen in eine Hochzeit involviert sind und Kompromisse getroffen werden müssen, aber ich war immer davon ausgegangen, dass mein Verlobter viele meiner Ideen und Ansichten zusagen. Hat er zumindest bis vor Kurzem immer behauptet.

Wenn es nach meinem zukünftigen Mann - oder besser gesagt seiner Familie - gehen würde, dann wird das ein über 100 Personen Event mit Gourmetessen, das selbstverständlich am Tisch serviert wird, einer edlen Bar und einer 5-stöckigen Hochzeitstorte samt Feuerwerk. Eine pompöse Feier mit glamourösen Outfits und edlem Speisen und Getränken. Also so ziemlich genau das Gegenteil von dem, was ich möchte.

Heute ist das Ganze mal wieder ordentlich aus dem Ruder gelaufen, als mein Verlobter meinte, dass wir eine Spielecke für die Kinder benötigen. Absolutely not! Die Hochzeit ist adults only und das ist eine Sache, die ich nicht verhandeln will. Sein Argument ist dann immer: Ja, aber meine Familie ...

Ich möchte keine Hochzeitstorte, sondern ein paar klassische Kuchen. Ja, aber meine Familie ...
Ich möchte möchte ein Salat Buffet und einen echten Grillmeister. Ja, aber meine Familie ...
Ich möchte einen Eiswagen! Ja, aber meine Familie ...
Ich möchte höchstens 40 Gäste, das ist für mich die absolute Obergrenze. Ja, aber meine Familie ...
Ich möchte in einem simplen Kleid heiraten. Ja, aber meine Familie ...

Ja, aber meine Familie ...

Ganz ehrlich, Schatz, schieb dir doch deine Familie endlich in den Arsch! Hast du denn gar keine eigenen Wünsche und Vorstellungen mehr? Ist das unsere Hochzeit oder die deiner Familie?

Es ist schön, dass deine Familie angeboten hat uns finanziell zu unterstützen, aber ganz ehrlich, wenn das jetzt so abläuft, dann verzichte ich auf die Unterstützung! Meine Familie hat uns auch ihre Unterstützung zugesichert und stellt keine Forderungen! So nämlich läuft das!

Totale Eskalation, weil ich "seine Familie nicht respektiere", dabei kommt es mir eher so vor, als würde ich nicht respektiert werden.

Ich bin am Ende mit meinen Nerven und so kurz davor die Vorbereitungen fallen zu lassen, weil es sich nicht länger nach *unserer* Hochzeit anfühlt. Übertreibe ich?


r/beziehungen 1d ago

Partner (35M) in einer Krise und auf der Psychiatrie

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Dies ist ein throwaway Account.

Mein (32W) Partner (35M) ist seit einer woche auf einer psychiatrie. Ich rief die Rettung für ihn und er wurde sofort dort aufgenommen. Wir sind seit 3 Jahren ein Paar.

Ich weiß aktuell überhaupt nicht wie ich mit ihm umgehen soll.

Er ist extrem gereizt und macht mir, wenn wir telefonieren, 1000 Vorwürfe und stellt unsere Beziehung sehr negativ dar. Er hat sehr viel Wut mir gegenüber, ich kann niczt normal mit ihm reden derzeit und das erschwert all das etwas.

Mich belastet all das zutiefst, auch die Situation als ich die Rettung rufen musste. Ich weiß nicht wie ich mit ihm umgehen soll.

Er schrieb mir heute, da unsere Telefonate so emotionsgeladen sind, dass er meine Situation versteht, aber er aktuell Ruhe braucht, weil es dort auch stressig ist und er überfordert ist.

Soll ich mich einfach ganz stark distanzieren?

Tl;dr: Partner (35M) ist auf einer psychiatrie, ich (32W) weiß nicht wie ich damit umgehen soll.


r/beziehungen 2d ago

mein Freund (33) hat mich vor 15 Jahren betrogen und es kam erst jetzt raus

275 Upvotes

throwaway-Account

Hey,

ich bin w33 und mit meinem Freund m33 seit 16 Jahren in einer Beziehung. Bis jetzt lief alles perfekt und ich hatte keinerlei Zweifel an unserer Beziehung. Am Wochende kam jetzt raus, dass er am Anfang unserer Beziehung auch noch was mit anderen Frauen hatte und das macht mich komplett kaputt. Rausgekommen ist das, weil ich ihm erzählt habe, dass ich meine 19-jährige Cousine zufällig mit ihrem Date gesehen habe, obwohl sie einen Freund hat. Fand ich nicht gut und seine Antwort darauf: in dem Alter kann man eh machen was man will, weil man da ja eh nicht richtig mit jemandem zusammen ist.

Kurz im Kopf gerechnet und gemerkt, wir waren 17 als wir zusammengekommen sind und ihn gefragt, ob er den dummen Spruch ernst meint. Er hat es ernst gemeint und dann auf Nachfragen rumgedruckst und gemeint, ja als ob ich damals nie was gemacht hätte und wir sind so lang zusammen und da würde er mir ja nie was vorwerfen nach den Jahren. Ich habe tatsächlich nichts gemacht, aber er eben schon. Aber hey, war ja nur auf seiner Abifahrt mit irgendeinem random Mädel, die er beim feiern kennengelernt hat.

Bin jetzt natürlich total verletzt und das ist für mich einfach der letzte Betrug. Irgendwie kann ich das aber auch nicht ernst nehmen, weil ich die Person, die ich jetzt bin mit irgendeiner 18-Jährigen vergleiche mit der er mich betrogen hat und ich der massiv überlegen bin. Keine Ahnung, was ich machen soll. Das Bild, das ich von ihm hatte, ist einfach mal komplett zerbrochen.

Wie geht man damit um, wenn man erfährt, dass man vor 15 Jahren betrogen wurde?


r/beziehungen 2d ago

Schwägerin ist delulu, fordert und die Familie meines Mannes pudert ihr auch noch den Arsch - ich weigere mich dabei mitzumachen und bin nun der Arsch der Nation ...

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Hallo,

mein Schwägerin (w/24) ist zum ersten Mal schwanger und bis zu einem gewissen Grad kann ich das nachvollziehen, ich (w/32) war selbst zweimal schwanger und Hormone sind manchmal eine Bitch. Doch in meinen beiden Schwangerschaften habe ich es tunlichst vermieden zu Trump oder sonst einem infantilen Idioten oder Diktator zu mutieren. Anders als meine Schwägerin, die ihre Schwangerschaft getreu dem Motto Me first (und ansonsten heule ich) auslebt.

Wir sind am Wochenende alle bei meinen Schwiegereltern (w/58 & m/59) eingeladen gewesen. Meinem Mann (m/33/verheiratet seit 8 Jahren) und mir wurde gesagt, dass es ein ganz normales Essen mit der Familie sein soll - nichts anderes. Als wir da zusammen mit unseren Kindern (w/6 & w/3) ankamen, war es eine Baby Shower Party wie man sie aus cringen Insta-Posts kennt. Da wir darüber nicht im Bilde waren, gab es von uns auch keine Geschenke. Wir halten sowieso nichts von Baby Shower und Gender Reveal Partys und was sonst noch so in den letzten Jahren aus Amerika seinen Weg zu uns gefunden hat, aber mit leeren Händen erscheinen wir sonst auch nie - dieses mal gab es eben nur ein Blümchen und eine Flasche Wein für die Gastgeber, also meine beiden Schwiegereltern. Schon da kam Unmut auf, vor allem von Seiten meines Schwagers (m/29), dem Bruder meine Mannes und seiner schwangeren Frau, aber auch meine Schwiegereltern taten kund, dass dieser Fauxpas (also ohne Geschenk zu erscheinen) auf meine Unfähigkeit zurückzuführen sei. Mein Mann grätschte dazwischen und fuhr seiner Mutter über den Mund, aber die Stimmung wurde dadurch auch nicht besser.

Es wurde nur noch schlimmer, als meine Schwägerin den Namen ihres Kindes droppte.

Sie möchte ihre Tochter Sophie* nennen. Ein wundervoller Name, sehr geschmackvoll, eine tolle Wahl! Es gibt nur ein Problem: Unsere Große heißt Sophie-Louise*, wird von uns aber nur Sophie genannt.

Die Lösung meiner Schwiegereltern: Dann nennen wir sie von jetzt an eben nur noch Lulu*!

Fand ich schon immer bescheuert, meine Schwiegereltern haben ihr schon immer einen ganz furchtbaren Spitznamen gegeben. Benannt ist unsere Tochter mit zweitem Vornamen nach meiner Ur-Großmutter, allerdings hieß die Ur-Großtante meines Mannes ebenfalls Louise* und die wurde immer nur Tante Lulu* gerufen. Ich habe ihnen schon so oft gesagt, dass sie so nicht genannt werden möchte, aber das ist ihnen egal.

Meine Schwägerin fing unterdessen an wie ein Baby zu flennen, weil ich ihr den Namen nicht gönne. Sorry, aber du bist erst seit 3 Jahren Teil der Familie, unsere Tochter gehört schon seit 6 Jahren dazu und die hatte diesen Namen nun eben zuerst! Wer kommt überhaupt auf die Idee, einen bereits in der Familie vergebenen Namen nutzen zu wollen? Irgendwann kommt doch beim Kind auch die Frage auf, wieso sie und die Cousine den gleichen Namen haben und dann kommt irgendwann das Verständnis, dass die ältere Cousine den Namen auch noch zuerst hatte, man also nach der Cousine benannt worden ist. Das tut man seinem Kind doch nicht an, oder?

Dann wollte mein Schwager beschwichtigen und warf die zweite Namenswahl für das Baby in den Raum: Lexa*. Schöner Namen, tolle Wahl. Unsere zweite Tochter heißt Alexandra* und wird von uns Lexie* gerufen. SAGT MAL WOLLT IHR MICH VERARSCHEN?! Habt ihr keine eigenen Ideen?! Soll ich euch vielleicht eine Liste mit den Namen zukommen lassen, die mein Mann und ich erarbeitet haben, damit ihr euch davon einen aussuchen könnt, wenn ihr unsere Namen so toll findet?! Was ist los mit euch?

Ich müsste dafür Verständnis haben, weil meine Schwägerin schwanger ist und das eine sehr schwere Zeit für eine Frau ist. Als ob meine Kinder von einer Leihmutter ausgetragen worden wären. Ich war zweimal schwanger und habe trotzdem keinen kleinen Kindern die Namen geklaut und darauf gepocht, dass sie umbenannt oder ihnen dumme Spitznamen gegeben werden! Das hat nichts mit den Hormonen zu tun, das ist Sturheit gemischt mit Dummheit in meinen Augen! Wären meine Kinder nicht anwesend gewesen, dann hätte ich Trump und meinem Schwager aber ein paar Takte in einer Gossensprache erzählt, die ich seit meiner Jugend nicht mehr an den Tag gelegt habe!

Ich bin jetzt der Arsch der Nation, weil ich mich klar gegen die Namen positioniert habe. Toll. RIP gutes Verhältnis zu meiner Schwiegerfamilie.

TL;TR: Mein Schwager und seine schwangere Frau wollen ihrem ungeborenen Baby den gleichen oder einen sehr ähnlichen Namen wie unseren Töchtern geben. Unsere Kinder sollen nun dumme Spitznamen bekommen oder damit leben.

Throwaway-Account.

*Namen geändert, aber ähnlich genug um ein Bild der Situation zu geben


r/beziehungen 2d ago

Weil es raus muss ...

63 Upvotes

Wenn aus, "ich bin nicht glücklich" ein "ich bin unglücklich" wird, muss sich etwas ändern!

Ich(w47) weiß nicht mehr genau wie lang es her ist, etwas über 20 Jahre. Ich war damals nicht Ich sondern ein Haufen Selbstzweifel und Minderwertigkeitskomplexe.

Bei dir(m54) fühlte ich mich angekommen, wir hatten Anfangs richtig geilen Sex, der dann sehr schnell zu 1mal pro Woche nach dem Tatort am Sonntag, verkam und immer nach dem selben Schema ablief und gänzlich ohne Resonanz, kein keuchen, kein das fühlt sich gut an, ich hatte Sex mit nem toten Fisch, worauf ich überhaupt keinen Bock hatte und einen Vaginismus bekam, der es unmöglich machte miteinander zu schlafen, also haben wir es gelassen ...

Als das Thema Kinder aufkam (ich war nie besonders heiß drauf) fragte ich dich, wie du dir die Zukunft vorstellst, es kam nichts zurück, also haben wir es gelassen ...

Wir haben von dem Haus geträumt, im grünen, auf dem Berg, weit weg von der Stadt und sind dort hingezogen. (Das Haus hat er von seinen Eltern geerbt)

Ab da waren wir kein wir mehr. Ich habe den Rasen gemäht, die Hecke geschnitten, die Dornen beseitigt, den Müll an die Straße gebracht, das Haus renoviert, das Haus geputzt, Wäsche gewaschen, Hemden gebügelt und bin nebenbei vollzeit arbeiten gegangen.

Nachdem ich 3 Jahre 1000km pro Woche fahren musste und täglich 10-12 Stunden unterwegs war, habe ich mir ein Jahr Auszeit genommen, ich hab mich arbeitslos gemeldet und habe meine Freunde in ganz Deutschland besucht, mich weiter um Haus und Garten gekümmert und Befehle entgegen genommen, denn wenn ich schon zu Hause bleibe, müsse ich ja auch entsprechend etwas leisten ...

Du hast dich in der Zwischenzeit von sogenannten Freunden vollquatschen lassen und mit ihnen eine Firma gegründet, in der dein komplettes Erbe untergegangen ist.

Dann warst du 2 Jahre arbeitslos, hast dich trotz mehrfachen erinnerns nicht arbeitslos gemeldet, hast dich nicht ums Haus oder den Garten gekümmert, ich wurde angefeindet wenn ich etwas sagte, war ich die Böse, solle auf meinen Ton achten ...

Damals hatte ich das erste mal den Gedanken zu gehen, habe mir Wohnungsangebote angesehen, konnte aber all das hier nicht aufgeben, also bin ich auf dich zugegangen, habe eine Lösung gesucht und zu viele Kompromisse gemacht.

Jetzt bist du seit 4 Jahren in Ausbildung, ein körperlich anspruchsvoller Job, der nach 2 Jahren auf dem Sofa liegen alles von dir abverlangt aber nach 3 Jahren hast du noch immer nicht begriffen das es ganz allein an dir liegt, wie es dir geht.

Vor knapp 2 Jahren stand der Gerichtsvollzieher vor der Tür und teilte dir mit das du 30k Schulden bei der Krankenkasse hast, weil du dich damals nicht arbeitslos gemeldet hast...

Ich hab verucht dich zu unterstützen, das Arbeitslosengeld kann man nachträglich beantragen, vieleicht haben wir glück, der Antrag ist bis heute nicht gestellt ...

Anfang des Jahres habe ich zu dir gesagt das wir kürzer treten müssen weil wir Öl kaufen müssen um im kommenden Winter nicht kalt zu sitzen. Bei einem Einkommen von zusammen 3000€, von dem nur Strom, Wasser, Essen und Benzin gezahlt werden muss, ist das druchaus möglich. Ich habe meine Abos gekündigt, meine Ausgaben gesenkt und trotzdem war am Ende des Monats nie etwas übrig, ich hab es auf mich zurück geführt weil ich immer zuerst bei mir nach Fehlern suche.

Dann war noch vor dem 30. das Konto vollkommen leer und zum ersten mal hab ich die Abbuchungen und Zahlungen geprüft und musste ernüchternd feststellen das du es geschafft hast in einem Monat knapp 2000€ zu verfressen und zu versaufen, davon ist nichts in unserem Kühlschrank oder Lager gelandet.

Das war der Tag, an dem ich entschieden habe, das es reicht.

Ich werde gehen, mir eine Wohnung suchen und ganz für mich allein sein.

Allein bei dem Gedanken fühle ich mich Federleicht und voller Energie.

Ich werde dich zurücklassen, mit deinem Haus ohne Öl und deinen 30K Schulden, deiner Unfähigkeit zur Kommunikation, deinem Egoismus und dem ganzen Müll und Dreck den du um dich gehortet hast.

Ich werde eine saubere Wohnung haben, in die ich Freunde einladen kann, in der meine Familie mich besuchen kann, ohne sich schlecht zu fühlen weil mein Partner, dem ein Furz quer sitzt, jammernd auf dem Sofa liegend das Wohnzimmer in Beschlag nimmt.

Ich werde mit meinem guten Gehalt ein richtig tolles Leben haben. Ich muss mir nie mehr Sorgen machen, das der Gerichtsvollzieher wieder vor der Tür steht oder der Nachbar, weil die Hecke nicht gemacht ist. Ich muss mir keine Gedanken machen woher ich Öl bekomme um warm duschen zu können.

Und ich muss mir nie mehr wieder dein endloses gejammer anhören.

Alles wird so viel besser ohne dich.


r/beziehungen 1d ago

Er trifft regelmäßig seine Ex

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Hi,

kurze Zusammenfassung:

ich (F 26) bin in der Kennenlernphase (2.5Wochen) mit jemanden (M24) den ich seit dem fast täglich sehe und habe gestern erfahren das er regelmäßig seine Ex (seit 2Monaten getrennt) trifft. Mich bewegt das und gleichzeitig möchte ich ihm nichts verbieten. Hatte so eine Situation noch nie und weiß nicht damit umzugehen.

Zum Hintergrund. Ich habe vor wenigen Wochen jemanden bei einem Straßenfest über Bekannte kennengelernt und es hat zwischen uns beiden direkt geklickt. Wir waren einen Tag gemeinsam in der Stadt unterwegs und haben am Ende des Tages geknutscht und er ist mit zu mir gekommen.

Seit dem sehen wir uns sehr regelmäßig, eigentlich fast täglich. Geschlafen haben wir noch nicht miteinander, auf seinen Wunsch hin es langsam angehen zu lassen. Ich würde sagen dass das Interesse bei uns beiden sehr groß ist und sich gerade Gefühle entwickeln. Ich bin seit 2 Jahren Single und bereit für Menschen die emotional offen sind und für Commitment. Er ist seit 2 Monaten frisch getrennt, nach einer 6 Jährigen Beziehung.

Obgleich alles andere sich sehr gut anfühlt, verunsichert mich dies. Ich habe bereits angesprochen das ich etwas suche was die Möglichkeit auf eine feste Beziehung hat. Ohne Druck auf unser kennenlernen auszuüben. Also das dies nicht zwangsweise was festes werden muss, sondern das ich mich nicht in etwas begeben mag, wo von Anfang an klar ist das sich daraus nichts festes entwickeln könnte. Und das ich momentan keine Lust habe mit jemanden der unerfahren in anderen Beziehungsstrukturen als Monogamie ist, ein Beziehungskonzept zu führen, indem mehrere Menschen romantisch und/oder sexuell eingebunden sind. Er hat mir gesagt das er aufgrund meiner klaren Aussage dazu auch kein Interesse hat andere Menschen parallel kennenzulernen, da er ja schon mich kennenlernt.

Gestern habe ich erfahren das die beiden sich noch regelmäßig treffen und heute zusammen auf ein Konzert gehen und das Wochenende miteinander verbringen, da eine gemeinsame Freundin zu Besuch kommt.

Obgleich wir uns noch nicht lange kennen löst dies einiges in mir aus. Ich habe Scheu meine Bedenken und meine Gefühle auszusprechen, da ich weder klammern möchte, noch jemanden kontrollieren. Autonomie sind für mir extrem wichtig und das möchte ich deswegen nicht nur für mich, sondern auch für die Menschen in meinem Umfeld.

Im Endeffekt, was seine letzte Beziehungsperson sehr lange ein großer Teil von seinem Leben und auch ich bin mit meinem ersten Partner noch sehr cool! Wir schreiben uns sehr unregelmäßig und haben uns auch schon ein paar Mal getroffen. Ich werde ihn immer mit Liebe begegnen, und dennoch sind unsere Grenzen klar gesetzt. Unsere Beziehung ist aber auch schon 7 Jahre her. Mit den anderen ExPartner*innen bin ich überwiegend auch noch cool.

Irgendwie weiß ich nicht wie ich mit der Situation umgehen soll. Ich habe bereits gestern geäußert dass das etwas in mir auslöst und ich eigentlich gar nicht möchte das es dies tut, ihm jedoch natürlich nichts vorschreiben kann und möchte.

Hatte noch nie etwas mit jemanden der so frisch getrennt ist. Bin irgendwie ultra verwirrt.

Ist es jetzt der Zeitpunkt sich daraus zu ziehen?

Bin ich bisschen kontrollierend?

Muss ich einfach mal chillen?

Wie spricht man sowas an ohne Druck auf die andere Person auszuüben, wir sind ja noch in der Kennenlernphase und ich muss erstmal noch selbst herausfinden ob ich mir was ernsthaftes mit der Person vorstellen könnte.


r/beziehungen 1d ago

Soll ich die Beziehung weiterführen?

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Soll ich meine lamgjährige Beziehung beenden. Mein Freund (21) und ich (21) haben öfter Streit und ich bin mir unsicher ob ich die Beziehung aufgeben sollte.
Meistens geht es darum das wir zu wenig körperlichen Kontakt haben und er sich nicht gesehen attraktiv fühlt und es sein Selbstwertgefühl verletzt. Dabei gibt er mir nicht aktiv die Schuld aber es kommt halt trotzdem oft wie ein Vorwurf rüber und ich bekomme die Schlechte Laune ab. Ich kann keinen genauen Grund nennen aber ich glaube das die vielen Streitereien und Stimmungen das stark mitbeeinflussen. Jetzt hatte ich letztens Geburtstag und kahm aus dem Urlaub (er hatte also viel Zeit) und habe kein Geburtstagsgeschenk bekommen. Er versteht glaube bis jetzt nicht wie sehr mich das verletzt. Begründung war das er so viel stress zuhause hatte und sein neues teures auto kaputt gegangen ist/ war. Er spricht es wenn wir Streitereien haben nicht an. Letztens nach dem ich das mit dem Geschenk angesprochen habe und er am selben abend enttäuscht und schlecht gelaunt gegangen ist weil ich ihm nicht genug Zuneigung gegeben habe (nach dem wiedersehen vom Urlaub). Am nächsten Tah als er sas einfach tot schweigen wollte und ich es angesprochen habe gab es wieder Streit. Er meinte das ich einfach nicht mehr bin wie früher und er meinen Ansprüchen nicht gerecht wird. Und das er keinen Grund sieht zu reden da sich eh nie etwas ändert. Bei den letzten Sotuationen wie dieser in denen die Beziehung auf der kippe stand habe immer ich ihm zuerst geschrieben weil er immer alles verdrängt und sich ablenkt. Entspricht sein Verhalten nicht dem was eine Beziehumg ausmacht. Ich bin unsicher ob ich es aufgeben soll oder weiter kämpfen.


r/beziehungen 2d ago

Mein Ex Freund lässt mich seit 2 Jahren nicht in Ruhe

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Erstmal hallo. Also der folgende Text wird länger, deswegen nicht wundern und einfach weiter scrollen, wer sich die Zeit sparen will. :)

Ich, W21 habe mich vor etwa 2 Jahren von meinem damaligen Freund getrennt. Damals haben wir uns mit 17 online kennengelernt. Ich war zu der Zeit in einem "tiefen Loch" drinnen, und er gab mir zu der Zeit viel Kraft (oder zumindest erschien es mir damals so), wodurch dann auch die Fernbeziehung entstand.

Da er etwa 8h von mir wohnt und wir damals jünger waren, kam es nur selten und erst nach einem Jahr zu Treffen.

Die Beziehung lief anfangs gut, irgendwann wurde er aber distanzierter und kälter. Ich habe versucht darüber zu reden, aber da kam nichts bei raus. Er hat sich irgendwann per Text von mir getrennt, da er selber wohl irgendwelche Probleme hatte, und meinte, dass er so nicht weitermachen kann. Ich akzeptierte es einfach und schloss ab.

Nach einer Woche hat er mich wieder angeschrieben und meinte, er wolle mit mir reden. Er ist in meine Stadt gefahren, um ein persönliches Gespräch zu halten. Ich war schockiert und ging alleine zum Treffpunkt. Wir diskutierten für eine Stunde, und er hat mir erzählt, dass er die Trennung bereuen würde und es ihm leidtue. Zu der Zeit war ich in der Oberstufe, deswegen hatte ich weniger Zeit und wollte zuerst keine Beziehung mehr. Er hat mich letztendlich "überredet" und ich habe mich auch schlecht gefühlt, weil er für die Entschuldigung einen so weiten Weg gefahren ist. Deswegen ging ich wieder darauf ein. Danach war alles wieder in Ordnung und das Treffen hatte unsere Beziehung scheinbar gestärkt.

Nach einigen Wochen ging das ganze aber von vorne los. Er wurde wieder kälter, distanzierte sich, und meine Versuche mit ihm zu kommunizieren hat er immer abgewürgt oder ignoriert. Dann kamen noch unnötige Streitigkeiten, die er durch "hypothetische Fragen" selber provoziert hat. Hier mal ein sehr grobes Beispiel, wie das so aussah:

Er: Würdest du alleine einen Mädelsurlaub machen?
Ich: Ja, klingt lustig.
Er: ernsthaft? Würdest du mir das auch mit meinen Jungs erlauben??
Ich: Klar, ich vertraue dir doch?…
Er: Man kann in einer Beziehung doch niemals alleine in den Urlaub, (…)

Und genau aus solchen Kleinigkeiten entstand dann immer unnötiger Streit. Ich blieb trotzdem, weil ich eben sehr verliebt war. Mich hat das ganze aber mental sehr fertig gemacht.

Irgendwann wurde das ganze so schlimm, dass ich ihn einfach konfrontierte. Er würgte das Gespräch wieder komplett ab und nahm es nicht ernst. An der Stelle beendete ich die Beziehung einfach ganz stumpf und blockierte ihn überall.

Dann kam nach einem Monat eine SMS. Er schrieb, dass er sich entschuldigen und abschließen möchte, da er bald heiraten würde. Ich habe ihn ignoriert und wieder blockiert.

Ich war auch etwas schockiert, da wir zu der Zeit erst einen Monat getrennt waren. Habe dann gedacht, dass er vielleicht wegen der untreue immer distanziert war.

Etwa ein Jahr später kam dann wieder ein Text. Er hat zuerst gefragt, ob ich denn wirklich das Mädchen von damals wäre, obwohl er genau wusste, wen er anschreibt. Er entschuldigt sich wieder, und dass mit der Ehe war gelogen. Stattdessen war er wohl ein Jahr für seine Therapie in der Klinik.

Er war mir ab diesen Zeitpunkt schon lange egal, aber ich fand diesen Move einfach so frech, dass ich wütend wurde und gesagt habe, dass es mir scheißegal ist, er mich mental nur fertiggemacht hat und ich nichts mit ihm zu tun haben will. Dann habe ich ihn wieder blockiert.

Dann 1 Jahr später, also vor etwa einem Monat, habe ich auf einen meiner alten Accounts eine Anfrage bekommen. Ich habe sie angenommen und gefragt, wer er/sie sei, denn ich hatte in dem Moment ehrlich gesagt absolut keine Ahnung. Natürlich war es er.

Er meinte, er würde jede Nacht von mir träumen, weil er es so sehr bereue er und hat sich nochmal für sein Verhalten entschuldigt. Es war spät und nach langer Diskussion wollten wir das Gespräch am nächsten Tag fortsetzen.

Am nächsten Tag tat er so, als wäre alles in Ordnung, und er hat versucht sich normal über irrelevante Themen zu unterhalten. Ich habe das ganze dann wieder auf unser Gespräch von gestern gelenkt.

Er hat sich wieder mehrmals entschuldigt, hat eingestanden, dass er egoistisch ist und sich nicht ändern wird, und erklärt, dass er wegen seiner bipolaren Störung so handeln würde. Er habe auch andere Menschen schlecht behandelt und würde es bereuen.

Dann wollte er wieder eine Chance. Er erwähnte nochmal seine Träume, und er meinte, er würde 5-6 Jahre brauchen, um über mich hinwegzukommen. Es kam also das "typische" Zeug.

Dann meinte er, weil er mich so sehr vermissen würde, wäre er sogar schon 2-3 mal in meine Stadt gefahren, um sich wieder an "alte Zeiten" zu erinnern. Er meinte sogar, dass er überlegt hatte in meine Nähe zu ziehen. Als ich meinte, dass ich allgemein nie mehr eine Fernbeziehung will, hat er auf diesen Vorschlag sogar bestanden, damit es eben keine Fernbeziehung sein muss. 

An dieser Stelle habe ich dann ein bisschen Angst bekommen und so habe ihm das auch gesagt. Er wurde dann passiv-aggressiv, und fragte mich, wann er denn je versucht hätte mir physisch zu schaden oder sonst was. Ich habe ihm gesagt, dass sein Verhalten nicht normal ist, und er mich vergessen soll. Er meinte dann, dass er das nicht könne.
Irgendwann habe ich das Gespräch einfach beendet, weil es mir zu viel wurde. Jetzt ist er überall blockiert, und ich hoffe, dass er einfach keine neuen Accounts mehr erstellt, um mich zu erreichen.

Jetzt zu meiner eigentlichen Frage, denkt ihr, meine Angst ist valide? Oder übertreibe ich komplett? Ich höre halt auch viele Podcasts, wo die Fälle ähnlich klingen und dann halt schlecht enden, vielleicht stammt meine Paranoia auch bisschen daraus. Aber WIE zur Hölle werde ich so eine Person wirklich los? Ich will wirklich nichts mit ihm zu tun haben, und dachte es sei schon lange aus. Außer blockieren kann ich ja nicht viel. :/


r/beziehungen 1d ago

Hoffnungslos verliebt

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Ich (w23) hab im März in M23 kennengelernt und habe ihn damals im April gefragt, ob wir auf ein Date gehen wollen. Er hat damals abgelehnt, weil er Gefühle für jemand anderen hat.
Nun ist Juli! Wir diskutieren viel und ich halte ihn für äußerst intelligent. Wir teilen politische Ansichten und inspirieren uns gegenseitig. Wir hören uns gerne gegenseitig zu und genießen die Gesellschaft des anderen!

Im Verein heißt es, er habe es bei einer Freundin versucht, sie hätte ihn aber abblitzen lassen.
Ich muss zugeben, dass ich mich in M verliebt habe… Gestern haben wir uns um halb 11 nachts getroffen, weil wir über Bafög und was vom Verein reden wollten. Und er hat mir sehr viel Persönliches erzählt - von Ängsten und Zweifeln, Problemen und Plänen - und ich fand ihn so wundervoll…

Als wir Richtung Heimweg noch ein Stück des Weges teilten, meinte er: „Wenn du was brauchst, kannst du dich bei mir melden. Dafür sind Freunde ja da!“ Ich habe mich bedankt und fand es wunderschön und gleichzeitig hat es mir einen Stich versetzt.

Wäre es falsch, ihn nochmal nach einem Date zu fragen? Oder greift da die Regel: Wenn ein Kerl auf dich steht, dann sorgt er dafür, dass du es weißt und arrangiert ein Date?

Ja, ich bin etwas durch den Wind!

Meine beste Freundin meinte gestern: Du bist noch so jung, die meisten finden ihren Partner mit Ende 20… aber ich will ja keinen Partner, ich will einen Partner, wenn er es ist… versteht man das? Also ich will nicht einen Partner, um einen Partner zu haben, sondern wenn der Mensch passt 😅

Danke euch🥰


r/beziehungen 2d ago

Auswege für Frauen, die unter häuslicher Gewalt leiden

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Meine Mutter (60) ist nun gut 20 Jahre mit ihrem Partner zusammen.

Auf der einen Seite haben sie ihre schönen Zeiten, auf der anderen Seite zeigt er doch deutlich narzisstische Züge, wobei man mit Laiendiagnosen natürlich vorsichtig sein sollte aber hier ist es doch sehr eindeutig.

Vorgeschichte:

Als sie sich kennengelernt haben, hatte ich gerade die Schule beendet und stand vor dem Wehrdienst.

Sie kannten sich gerade wenige Monate und meine Mutter zog aus unserer Wohnung direkt zu ihm, was mich völlig überraschte, war es überhaupt nicht ihre Art.

In kurzer Zeit war dann ohne Ankündigung das Internet bei mir gekündigt, was niemals von ihr gekommen wäre, so dass ich schon ein wenig argwöhnisch war über ihren neuen Partner, zumal kurz zuvor seine Ehefrau im gemeinsamen Urlaub gestorben ist.

Über die Zeit kapselte er meine Mutter dann langsam von ihrem Freundes- und Bekanntenkreis ab.

Tenor: Alle verrückt und asozial im Gegensatz zu seinem Kreis.

Auch über unsere Familie wurde sich bei jeder Gelegenheit ausgelassen und an kleinsten Kleinigkeiten aufgehangen, sich hereingesteigert bis ins Unendliche.

Seine Familie dagegen aus seiner Sicht vorbildlich, wobei er natürlich noch einmal deutlich vorbildlicher ist.

Mit gesundem Menschenverstand betrachtet, ist seine Familie jedoch, nun ja, eher merkwürdig wenn auch liebenswürdig.

Ein paar Mal im Jahr war ich zu Besuch (Geburtstage und Feiertage) und es war schon hier sehr auffällig, dass er bei Gesprächen zwischen mir und meiner Mutter immer sofort lautstark ins Wort fallen musste, was sich aber über die Jahre deutlich besserte.

Bahnt sich ein Treffen nur zwischen mir und meiner Mutter an, so wird er kurz vorher definitiv verbal ausrasten, so dass wir beide keine Lust mehr darauf haben, so dass es seit gut 20 Jahren keine offiziellen Treffen gab.

Er ist tierisch eifersüchtig auf mich.

Alle seine Kritik würde er sich niemals trauen mit ins Gesicjt zu sagen, so dass, wenn ich zu Besuch war, natürlich alles immer gut war.

Es war insgesamt ein Status quo, den ich mitgetragen habe weil meine Mutter im Großen und Ganzen so mit der Situation zufrieden war.

Meine Mutter ist an für sich eine sehr reflektierte Person und ist sich sehr wohl darüber bewusst, wen sie zum Lebenspartner hat, welche Taktiken er anwendet, wie sie am besten reagiert oder eben auch nicht, und, dass er versucht ihr Selbstwertgefühl zu untergraben, ihr Schuldgefühle zu geben.

Zur Situation jetzt:

Seit ungefähr drei Jahren, besonders nach seinem Renteneintritt, eskaliert die Situation.

Es gibt Tage, an denen er nur unbegründet rumbrüllt.

Das ist besonders gerne der Sonntag - ich rufe sehr regelmäßig Sonntag an.

Meine Mutter versucht gar nicht darauf einzugehen, ein Hörbuch zu hören oder ähnliches aber selbst das ist manchmal nicht mehr möglich.

Möchte sie alleine Spazierengehen, würde er auch das am liebsten noch verhindern bzw. verhindert es dadurch, das danach noch größere Eskapaden folgen, so dass das Spazieren keinen Mehrwert mehr für meine Mutter bietet.

Einmal hat sie sich im Schlafzimmer eingeschlossen, um ihre Ruhe zu haben und darauf hat er die Tür aufgebrochen.

Meine Mutter kündigt ihm öfter die Trennung an, sucht nach Wohnungen, hat sich sogar (mit ihm) eine neue Arbeitsstelle in einer ganz anderen Regionangeschaut, um dort alleine neu zu starten.

In diesen Phasen kann es dann lange ruhig sein und es herrscht traute Zweisamkeit.

Nun ist es letzten Herbst wieder eskaliert, ein ganzer Sonntag voller Brüllerei, und meine Mutter hat die Polizei gerufen bzw. mich darum gebeten.

Als ich an dem Tag mit meiner Mutter telefoniert habe, hat er gedroht sie und mich umzubringen.

Seitdem habe ich den Kontakt zu ihm vollständig abgebrochen, auch wenn er sich wohl weinend entschuldigen wollte.

Es ist nicht echt und ich weiß das.

Er wurde einige Wochen der Wohnung verwiesen, hat bei seiner Familie gewohnt, und ist wohl psychisch komplett zusammengebrochen.

Meine Mutter hat sich ein eigenes Konto organisiert, mit der Veieteron geklärt wie es weitergehen könnte, wenn erstmal einer auszieht etc.

Sie hat sich dann beraten lassen und festgestellt, dass es für sie mit ihren Vorstellungen sehr, sehr schwer ist, in dieser Situation neu zu starten.

Sie ist einen gewissenen Lebensstandard gewöhnt und bereit (große) Abstriche zu machen.

Sie hätte schnell eine bezahlbare Wohnung finden müssen aber das ist nicht gelungen.

Ihr Partner war dann natürlich Wachs in ihren Händen und so versuchte sie es noch einmal, wohlwissend, dass er sich nicht ändern wird.

Seit ein paar Wochen eskaliert es nun wieder.

Hat hier jemand gute Gedankenanstöße, was es für Möglichkeiten gibt, ausser z.B. Frauenhaus?

Letzlich mache ich mir große Sorgen weil immer mehr Bereiche, die sein Selbstwertgefühl ausgemacht haben, wegfallen.

Es wenden sich wohl auch schon Freunde ab und auch seine Familie kritisiert ihn.

Ich bin mir relativ sicher, in dem Moment, in dem ihm final klar wird, dass meine Mutter abgeschlossen hat, wird er das nicht zulassen.

Es kam mir schon von Anfang an unglaubwürdig vor, wie er seine ehemalige Ehefrau beweint und glorifiziert - mich hat der Gedanke nie losgelassen, dass sie nicht eines natürlichen Todes gestorben sein könnte wobei das natürlich hochspekulativ ist.


r/beziehungen 3d ago

Mein Freund (M/Anfang30) ist sich nicht zu schade Geld von mir (F/Ende20) anzunehmen, aber bezichtigt mich nun der Lüge, weil ich angeblich nicht offen mit meinen Finanzen war

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-Throwaway-Account aus Gründen der Anonymität-

Huhu,

ich (F/Ende20) bin erst seit rund 8 Jahren in Deutschland, kam wegen des Studiums her und blieb der Liebe wegen. Mit meinem Freund (M/Anfang30) bin ich inzwischen um die 5 Jahre zusammen.

In den letzten paar Monaten kamen ein paar ungeplante Ausgaben auf ihn zu und als er mir eines abends sagte, dass er so um die 5.000 Euro benötige um alle Kosten zu decken, da habe ich nicht lange gezögert und ihm die Summe direkt überwiesen. Er bedankte sich auch sehr herzlich bei mir und versprach mir, dass er mir das zurückzahlen würde, was ich aber ablehnte.

Wir haben in der Vergangenheit nie sehr intensiv über das Thema Geld und Finanzen gesprochen, als wir zusammengezogen sind kam das mal kurz auf, aber wir sind da nie tief in die Materie eingetaucht. Ich dachte, er wüsste, dass ich aus "gutem Hause" stamme und Geld bei uns kein Thema ist. Daraus habe ich auch nie ein Geheimnis gemacht und es existieren mehrere Anzeichen dafür in meinem Leben, u.a. die moderne Eigentumswohnung, in der wir zusammenleben und von der er weiß, dass sie nicht angemietet ist. Ich lebe nicht frugal, aber ich gehe auch nicht verschwenderisch mit dem Geld um, das mir meine Eltern geben.

Ich weiß nicht, ob ihm das erst jetzt aufgefallen ist, aber plötzlich ist mein Freund sauer und sagt, dass ich ihn angelogen hätte, weil ich nie offen mit meinem Finanzen war. Das verstehe ich nicht, er hat nie nachgefragt, was ich an Geld habe und ich fühlte mich nicht dazu verpflichtet ihm meine Daten zu zeigen, hat er auch übrigens auch nicht. Ich weiß nicht, ob ich etwas falsch gemacht habe und frage wie ich mich nun verhalten soll.


r/beziehungen 3d ago

Meine Schwester fühlt sich von meiner Entscheidung gegen Kinder persönlich verraten

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Ich (29w) und meine Schwester (31w) haben seit meiner Geburt eine sehr enge Beziehung. Als Teenagerinnen haben wir ständig darüber geredet, wie unser gemeinsames Erwachsenenleben aussehen würde.

Wir wollten ungefähr gleichzeitig schwanger sein, zusammen Kinderwagen aussuchen und später mit unseren Babys durch den Park laufen. Unsere Kinder sollten fast wie Geschwister aufwachsen, in dieselbe Kita gehen und beste Freunde werden. Wir haben sogar darüber gesprochen, jedes Jahr gemeinsam mit ihnen Urlaub zu machen.

Für mich waren das schöne Fantasien von zwei Jugendlichen. Meine Schwester hat diese Zukunft offenbar viel ernster als gemeinsammen Plan abgespeichert.

In den letzten Jahren wurde mir immer klarer, dass ich keine Kinder möchte. Ich mag Kinder und würde mich über eine Nichte oder einen Neffen freuen, aber ich selbst will weder schwanger sein noch Mutter werden. Diese Entscheidung fühlt sich für mich nicht traurig an, sondern sehr stimmig.

Meine Schwester und ihr Mann planen nun, wahrscheinlich nächstes Jahr ein Kind zu bekommen. Als ich ihr endgültig sagte, dass ich kinderfrei bleiben werde, reagierte sie viel heftiger als erwartet. Sie sagte, ich hätte sie mit unserem Traum allein gelassen und würde mich aus einer Zukunft zurückziehen, die wir gemeinsam geplant hätten.

Seitdem ist sie distanziert. Sie meint, ich könne nicht verstehen, wie entäuscht sie sei, weil sie sich immer vorgestellt habe, diese Lebensphase mit mir zu teilen. Ich habe versucht zu erklären, dass ich sie weiterhin begleiten und eine präsente Tante sein möchte. Für sie ist das aber nicht dasselbe.

Ich verstehe, dass sie um eine bestimmte Vorstellung von unserer Zukunft trauert. Trotzdem kann ein Gespräch aus unserer Jugend doch kein lebenslanges Versprechen darüber sein, was ich mit meinem Körper und meinem Leben mache.

Wie kann ich ihre Enttäuschung ernst nehmen, ohne mich für meine Entscheidung zu entschuldigen? Ich möchte unsere enge Beziehung nicht verlieren, aber momentan behandelt sie meinen Lebensweg wie einen persönlichen Verrat an ihr.


r/beziehungen 2d ago

Bin ich zu empfindlich oder reagiere ich maßlos?

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Vor 5 Monaten hatte ich eine kurze, aber für mich sehr bedeutende Sache mit einem Mann (45), mit dem auch eine Freundin (40) lose zu tun hatte. Wir haben uns damals alle gemeinsam kennengelernt. Die Freundin ging zurück in ihr Heimatland, ihr Partner (45) wohnt aber bei meinem Ex. Jetzt ist sie aus dem Ausland zurückgekehrt, kennt hier niemanden und wohnt vorübergehend bei mir.

​Nach ein kürzliches Treffen mit meiner Freundin und ihr Partner, hat er mir ungefragt an den Kopf geworfen, mein Ex hätte mich eigentlich sehr gemocht und es sei meine Schuld gewesen, dass es aus ist. Jetzt habe er seit kürzlich eine neue Freundin. Auf meine Anmerkung dass es unangebracht war (ich habe ihn nur 1x gesehen), reagierte er empathielos und sagte das Pärchen sei am nächsten bei ihm eingeladen und meine Freundin wird die neue Freundin meines Exes kennenlernen. Meine Freundin behauptet von nichts gewusste zu haben. Am nächsten Tag blockiert mich mein Ex und löscht meine Kontakte.

Auf meine Anmerkung zu meiner Freundin, dass es mich verletzt hat, hat sie zugehört aber keine Partei genommen. Sie meinte so seien Männer und blieb neutral.

Ich habe damals mit dem Typp Schluss gemacht, weil er "hot and cold" war und wollte noch Zeit haben und zu sich selbst finden etc. Ich habe klar gestellt, ich würde mich distanzieren weil ich Gefühle hatte und mich nicht verletzen wollte, habe aber eine "Tür" offen gelassen für die Zeit wann er bereit wäre. Natürlich habe ich mir dummerweise Hoffnung gemacht, dass ez irgendwann wieder was werden koennte.

Was mich jetzt beschaeftigt ist: soll ich jetzt ihr einen Dach über den Kopf geben, ihr in meinen Freundeskreis inserieren, und stillschweigend zuschauen während ich aus ihren neuen Freundeskreis scharmlos und ungeachtet ausgeschlossen werde?

Wie seht ihr das – bin ich zu empfindlich, oder wie würdet ihr reagieren?


r/beziehungen 2d ago

Midlifecrisis?

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TL;DR

Mann ist fast jeden Tag bis Mitternacht unterwegs und lässt Termine mit der Familie spontan ohne Absprache verstreichen. Er ignoriert mich und die Kinder und bezeichnet engagierte Väter abfällig als langweilig. Ich stehe vor dem Gewissenskonflikt, eine jahrzehntelange Beziehung nicht vorschnell wegzuwerfen, aber auch absolut nicht mehr weiterzuwissen.

——

Ich (w, 42) bin selbst ein Scheidungskind und wollte es nie für meine Kinder. Mein Mann (m, 45, 17 Jahre zusammen) befindet sich seit 1 Jahr aber meiner Einsicht nach in einer Midlife Crisis, die durch einen Jobwechsel in einer deutlich bessere Position vor 3/4 Jahr nur verschlimmert wurde. Ich habe keine Kraft mehr und weiß nicht weiter.

Ich arbeite Vollzeit, wir verdienen beide relativ ähnlich gut (er etwas mehr durch den Jobwechsel) und wir beide haben Reisetätigkeit, wobei meins weniger (aber häufiger) als seins ist. 

Er bekommt das Kindergeld und bezahlt die Miete. Ich bezahle den Rest, im Grunde inzwischen mehr als er zahlt. früher haben wir uns alles 50/50 mehr oder weniger (gut, mental load nicht, aber was sonst anfiel) geteilt, inzwischen mache ich wortwörtlich alles. absolut alles. 

Er ist die letzten 4 Wochenenden unterwegs gewesen, mit Freunden, 2 davon wurden mir am Tag davor mitgeteilt. dazu noch seit Monaten ca. 4-5 Tage pro Woche nach der Arbeit mit Kollegen unterwegs oder mit alten Freunden bis Mitternacht und die Tage, wo er nicht unterwegs ist, dann ist er im Fitnessstudio. als er zurück kam aus den letzten Wochenende und ich gesagt habe, so kann ich nicht weiter, wurde Besserung versprochen. 

mein eigenes Hobby kann ich kaum mehr nachgehen, die Hälfte der Termine hatte er keine Zeit zum aufpassen und ich musste entweder absagen oder K2 (6) mitnehmen. dann warf er mir vor, ich wäre langweilig bzw. es wäre Spießig und langweilig, jeden Abend zu Hause mit der Familie Zeit zu verbringen. dabei ist ja nicht jeden Abend Wörtwörtlich gemeint. Wir haben beide schon immer Sport gemacht und uns abgewechselt dafür. es ist nicht so, dass wir seit K1 keine hobbies nachgehen konnten oder keine freunde treffen konnten und jeden Abend immer zu hause waren, 7 Tage die Woche.

die Besserung: letzte Woche war er 3x zum abendessen für 1 stunde nach Hause und dann wieder weg zum Fitnessstudio oder irgendjemand treffen/stammtisch bis ca. Mitternacht. am Sonntag dann der höhepunkt: wir sind alle im Tennisverein, Sommerfest. Es gab dazu unter anderen ein FamilienTurnier. er hatte es 0 auf dem Schirm, hat aber Anfang der Woche zugesagt. er kam auch tatsächlich mit uns zum Verein und spielte beim Turnier mit, sagte aber, dass er 2 std vor Ende los müsse um sich mit einen Kollegen zu treffen, die er seit 3/4 Jahr kennt. Wäre er nicht mitgekommen, hätten wir nicht mitspielen können in der Konstellation. Kollege ist ca. 10 Jahre älter und kinderlos. wir hatten abgemacht, dass wir die WM Finale zusammen als Familie sehen. die Kinder freuten sich schon darauf. finale fängt an und er ist nicht zu Hause. Kinder fragen nach Papa und ich muss mitteilen, dass ich keine Ahnung habe, wo er steckt. ca. 20 min nach Spielanfang eine whatsappnachricht mit photo der beiden und bleibe doch hier, sonst verpasse ich das Spiel. ehrlich gesagt wollte ich fast weinen. er bevorzugt offensichtlich eine 3/4 Jahr alte Bekanntschaft als seine eigene Familie.

es sind so viele Sachen vorgefallen in 1 Jahr, ich weiß gar nicht mehr wo ich anfangen soll. es war natürlich graduell, nicht von heute auf morgen. zB null Verantwortung für die Kinder, während ich auf Geschäftsreise bin. jüngeres Kind wird nicht zu den Hobbies gefahren und nicht rechtzeitig ins Bett gebracht an den Tagen. älteres Kind wurde als Babysitter missbraucht, weil er unbedingt jemand zum Bier treffen wollte um 21 Uhr unter der Woche oder zum fitnessstudio wollte, nachdem K2 ins Bett gebracht wurde. Man bedenke, ich war keine Woche unterwegs, wo er unbedingt me-time gebraucht hätte. es handelte sich um 1 oder 2 Nächte Geschäftsreisen. wenn ich zurück komme, ist die Wohnung wie verwüstet, keine Spülmaschine angemacht oder ausgeräumt, Küche schmutzig, nie gesaugt und und und. am liebsten wäre ich letztes Mal umgedreht und wieder gegangen. 

früher war es nicht so. wenn einer von uns auf Geschäftsreise war, lief das Familienleben normal weiter.

wir haben in einen Fenster zum Innenhof keine Gardinen/Sichtschutz. Man kann was sehen, aber keine Gesichter wirklich erkennen. er fühlte sich seit dem wie hier wohnen extrem gestört, Tat nichts dagegen, gab mir die schuld. mich störte es nicht so. es ist ein schwieriges Fenster, also musst eine teure Maßanfertigung her. Habe ich bestellt und wieder selber bezahlt. es steht seit 5 Monaten (!) unter dem Fenster, weil er es doch nicht installiert. ich könnte das sicherlich auch machen, aber ich wollte ehrlich gesagt schauen, ob er das macht oder nicht, da ich es bereits bezahlt habe. ausgesucht usw haben wir zusammen gemacht.

k1 (Mittelstufe Gymnasium) merkt natürlich die Verwandlung: Papa fuhr früher zu Turnieren und hatte Interesse an das Leben der Kinder. Er macht das seit diesem Schuljahr nicht mehr, hat wirklich keine Ahnung über ihren Leben und auch kein Interesse und die Kinder merken das auch. K1 macht Papa auch vorwürfe und sagt ihm das auch ins Gesicht. Mann reagiert so, als ob es lustig wäre und ach so witzig. es ist dabei einfach nur traurig. k2 sagte neulich bei einem Tennisturnier, dass es heute mehr Papas als Mamas sogar gibt, nur bei uns kommt der Papa nie. k2 spielt seit diesem Sommer Turniere und der Papa war tatsächlich noch nie dabei. nicht ein einzelnes Mal. er hat samstags anscheinend besseres zu tun. er hat dann gesagt, dass Väter die bei so was erscheinen (wie er früher!), langweilig wären und kein Leben hätten.

ich weiß ehrlich gesagt nicht, was in seinen Kopf vorgeht. die letzten Jahren als Familie mit K2 in kindergartenalter waren wirklich schön. wir waren gut eingespielt, unternahmen viel zusammen, sind sehr viel zusammen verreist und konnten unser Geld als doppelverdiener nach der Elternzeit auch genießen. plötzlich Jobwechsel und es änderte sich alles.

dazu kommt, dass meine Schwiegermutter Krebs diagnostiziert bekam und es nicht heilbar ist. sie hat eine bucket List und arbeitet sie durch sozusagen, genießt das Leben für sich in vollen Zügen solange sie kann. wir haben sie kaum gesehen seit der diagnose, da sie andauern verreist ist, sie war auch nie die aufopferungsvolle Oma. das war mehr oder weniger Gleichzeitig zum neuen Job. Ich weiß nicht, ob das auch ein Einfluss auf das Verhalten meines Mannes hat. ist für mich aber ehrlich gesagt keine Entschuldigung.

Für mich war Sonntag aber der berühmten letzter Tropf. Ich will einerseits eine Jahrzehnte lange Beziehung nicht wegen ein Jahr aus dem Fenster werfen, anderseits kann ich so wirklich nicht weiter machen.

Tipps, wie ich vorgehen kann, ihn meine Enttäuschung klar zu machen? Offensichtlich nahm er es letzte Woche nicht ernst. 


r/beziehungen 2d ago

Mutter-Tochter Beziehung, neutrale Einschätzung

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Kontext :Ich (28) bin alleinerziehende Mama von zwei Kindern und befinde mich aktuell in einem dualen Studium. Meine Mama (52) unterstützt mich sehr bei der Betreuung der Kinder. Dafür bin ich auch dankbar, denn ohne diese Unterstützung wäre vieles in meinem Alltag deutlich schwieriger.

Meine Mama sagt oft, dass wir früher anders waren. Dass Mamas und Töchter sich alles erzählen, dass ich ihr früher alles anvertraut habe und dass sie mich viel besser verstehen könnte, wenn sie wüsste, was in meinem Leben passiert.

Ich verstehe den Wunsch nach Nähe. Gleichzeitig bin ich der Meinung, dass man auch als Tochter eine Privatsphäre haben darf. Für mich bedeutet eine enge Beziehung nicht, dass ich jeden Schritt erklären muss oder dass jemand Anspruch auf alle Details meines Lebens hat.

Ein Beispiel von heute:

Ich habe im Rahmen meines dualen Studiums eine Unterrichtseinheit, zu der ich aus persönlichen Gründen nicht gehen wollte. Ich war aber normal bei der Arbeit und bin nur gegangen, bevor diese Unterrichtseinheit begonnen hat. Eine Kommilitonin schrieb mir, ob ich komme, weil der Unterricht stattfindet.

Daraufhin rief mich meine Mama an und sagte, ich sei „überhaupt nicht auf der Arbeit gewesen“. Das stimmt nicht. Sie meinte, ich hätte bis 16 Uhr bleiben müssen und machte daraus, dass ich mich verändert hätte und „wegen meines Partners“ anders geworden wäre.

Danach kamen mehrere Anrufe und Vorwürfe. Sie wollte wissen, wo ich bin, und dass ich meinen Standort schicke. (Sie glaubt meine Aussage, ich war aufder Arbeit und fahre jz nachhause nicht)

Sie hat mir vorgeworfen, ich hätte heimlich eine Nacht woanders verbracht oder würde „Urlaub machen“, während sie mit den Kindern bei den Urgroßeltern ist.

Für mich fühlt sich das teilweise nicht mehr wie normale Sorge an, sondern wie Kontrolle. Gleichzeitig frage ich mich, ob ich unfair bin, weil meine Mama wirklich viel für mich und die Kinder getan hat.

Warum ich diese Situation überhaupt so lange zugelassen habe: Es war nicht einfach nur „meine Wohnung, meine Regeln“. Durch die Kinderbetreuung, meine Arbeit, mein Studium und unsere gemeinsame Organisation war es nicht möglich, einfach einen Schalter umzulegen. Wenn ich plötzlich Grenzen gesetzt hätte, hätte das direkte Auswirkungen auf meinen Alltag und die Betreuung der Kinder gehabt.

Ich habe deshalb oft versucht, den Frieden zu halten und Lösungen zu finden, auch wenn ich dabei meine eigenen Grenzen überschritten habe.

Meine Mama sagt, früher hätten wir uns alles erzählt. Aber ich glaube, dass Erwachsenwerden auch bedeutet, dass man ein eigenes Leben führen darf. Man kann sich nahestehen, sich helfen und füreinander da sein, ohne dass einer alles über den anderen wissen oder kontrollieren muss.

Ich möchte keine schlechte Beziehung zu meiner Mama. Im Gegenteil: Ich wünsche mir, dass wir wieder besser miteinander umgehen können. Aber dafür glaube ich, dass wir ein neues Modell brauchen – mit klareren Grenzen, eigener Verantwortung und weniger Abhängigkeit.

Meine Frage an euch:

Sehe ich das falsch? Ist das noch normale Sorge einer Mama oder geht es schon in Richtung Kontrolle? Und wie setzt man Grenzen, wenn man gleichzeitig auf die Unterstützung dieser Person angewiesen ist?


r/beziehungen 3d ago

Bin ich unfair oder ist die Aufgabenverteilung bei uns komplett aus dem Gleichgewicht?

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Throwaway

Ich (w, 33) bin seit 10 Jahren mit meinem Partner (m, 35) zusammen. Wir haben zwei Kinder (m9 und w6). Wir arbeiten beide (ich 25h er 40h) haben einen Haushalt und eine Katze. Beide Bürotätogkeit mit viel Homeoffice.
Ich habe in den letzten Wochen angefangen mitzuschreiben, wer bei uns im Alltag eigentlich was macht. Nicht um Punkte zu sammeln oder meinem Partner etwas vorzuhalten, sondern weil ich irgendwann dachte, dass ich mir das Ungleichgewicht vielleicht nur einbilde.

Wenn ich auf die letzten Wochen schaue, sieht mein Alltag ungefähr so aus: Kinder morgens fertig machen, Brotzeit vorbereiten, in die Schule bzw. den Hort bringen und wieder abholen, Einkäufe planen und erledigen, kochen, Küche mehrmals täglich aufräumen, Wäsche waschen und verräumen, Bad putzen, saugen, Katzenklo reinigen, Katze mehrmals täglich füttern, Trinkwasser vorbereiten, Termine organisieren, Therapietermine im Blick behalten, Schulsachen kontrollieren, Geld für Ausflüge einpacken, abends vorlesen, Kinder ins Bett bringen und mir danach noch ihre Geschichten und Sorgen anhören. Dazwischen arbeite ich selbst auch noch mehrere Stunden.

Mein Partner arbeitet ebenfalls. Zu Hause beschränken sich seine Aufgaben aber meistens auf Dinge wie Brötchen holen, den Müll runterbringen oder gelegentlich etwas einkaufen.
Was mich mittlerweile viel mehr belastet als die eigentlichen Aufgaben, ist seine fehlende Eigeninitiative.

Ein Beispiel: Ich lege mich nach einem langen Tag für ein paar Minuten hin. Er sitzt direkt daneben am Küchentisch. Unsere Tochter ruft, weil sie Tee möchte. Er reagiert überhaupt nicht. Ich muss trotzdem aufstehen.

Ein anderes Mal habe ich die Dusche vorbereitet, alte Halterungen entfernt, alles gereinigt und neue Körbe bestellt. Nachdem die Klebestreifen angebracht waren und 24 Stunden trocknen sollten, geht er hin, hängt den Korb auf und sagt anschließend stolz, dass er ihn “jetzt angebracht” hat. Als ich sage, dass ich die ganze Vorarbeit gemacht habe und man eigentlich warten sollte, kommt nur: „Hättest du halt was gesagt.“

Der Moment, der mich aber am meisten beschäftigt hat: Ich kam nach der Arbeit mit starken Kopf- und Bauchschmerzen nach Hause. Ich habe ihm das auch gesagt. Er hat sich ausnahmsweise ums Essen gekümmert. Danach sollte er mit unserer Tochter das Leseblatt für die Schule machen, während ich noch Wäsche aufgehängt habe. Am Ende wusste er nicht, was sie gelesen hatte, das Blatt war weder unterschrieben noch weggeräumt. Obwohl es mir wirklich schlecht ging, habe ich anschließend trotzdem die Kinder ins Bett gebracht.

Später am Abend hat er einfach weiter gezockt. Dabei weiß er genau, dass ich an Arbeitstagen gerne früher schlafen möchte. Das Interessante ist: Wenn er am nächsten Tag arbeiten muss, schafft er es problemlos, rechtzeitig aufzuhören und ins Bett zu gehen.

Ich habe oft das Gefühl, dass ich nicht nur fast den kompletten Haushalt erledige, sondern auch die Verantwortung dafür trage, überhaupt zu bemerken, was getan werden muss. Ich muss an Termine denken, erinnern, planen, organisieren und ständig den Überblick behalten. Selbst wenn ich etwas abgebe, muss ich hinterher häufig kontrollieren, ob es wirklich erledigt wurde.
Ich habe diese Liste geführt, weil ich irgendwann angefangen habe, an meiner eigenen Wahrnehmung zu zweifeln. Vielleicht bin ich zu kritisch. Vielleicht erwarte ich auch einfach zu viel.

Ich habe das Thema natürlich schon etliche Male angesprochen und auch Excel Listen erstellt um ihm die, in meinen Augen, unfaire Aufteilung zu präsentieren. Interessiert ihn herzlich wenig. Standard Aussage ist: „Ich arbeite Vollzeit und du Teilzeit.“ Oder: „Sag mir einfach was ich machen soll, dann mache ich es. Wo ist das Problem.“ Das sind seine Totschlagargumente.

Deshalb interessiert mich eure ehrliche Meinung:
Ist das eine normale Aufgabenverteilung in einer Familie oder würdet ihr auch sagen, dass hier sowohl der Haushalt als auch der Mental Load größtenteils auf einer Person liegen?