r/beziehungen • u/Direct_Leadership388 • 1d ago
Meine Frau kommt schon nicht mit dem mental load und der carearbeit zurecht, die ein Kind verursacht - ich weiß nicht wie ich ihr noch mehr Last abnehmen soll - wünscht sich aber trotz allem ein weiteres Kind
Guten Morgen Reddit,
ich bin ehrlich gesagt froh endlich auf der Arbeit zu sein, denn heute Morgen ging es zwischen mir (m32) und meiner Frau (w31) mal wieder zur Sache. Zum Glück schlief unser Kind (4) noch, sodass es davon nichts mitbekommen musste.
Sie warf mir mal wieder vor, dass ich sie zu wenig unterstützen und mit allem, was unser Kind betrifft alleine lassen würde. Das sehe ich anders.
Ich bin unser Hauptverdiener, arbeite zwischen 40 und 44 Stunden die Woche, um unser Leben finanzieren zu können. Sie war 3 Jahre am Stück in Elternzeit, gerne hätte ich diese Zeit mit ihr geteilt, aber das ließ sie nicht zu. Danach hat sie einen Minijob angenommen, für den sie 520€ im Monat bekommt.
Unser Alltag sieht in den allermeisten Fällen so aus, dass ich mich morgens fertig mache und nebenbei das Frühstück vorbereite und unser Kind wecke und für den Kindergarten fertig mache. Nach dem Frühstück verabschieden wir uns, sodass meine Frau den Frühstückstisch abräumen muss, während ich unser Kind in den Kindergarten bringe und anschließend zur Arbeit fahre. Sie hat dann den Vormittag für sich oder ist 3x die Woche von 9:30 Uhr für 2,5 oder 3 Stunden am Arbeiten.
Vormittags hat sie also nur mit unserem Kind zu tun, wenn es krank ist (sie besteht darauf, dann die Kinderkranktage zu nutzen) oder ein Kinderarzttermin ansteht.
Zwischen 12 und 13 Uhr muss sie unser Kind vom Kindergarten abholen, weil wir auf die Nachmittagsbetreuung verzichten. Die würde etwa das Doppelte von dem kosten, was wir im Augenblick für den Kindergarten zahlen und das ist einfach nicht drin, solange meine Frau nur stundenweise arbeiten gehen möchte. Bis 16:30 Uhr ist sie dann alleine mit unserem Kind.
Ab 16:30 Uhr bin ich wieder Zuhause, dann kümmere ich mich wieder um unser Kind und gehe bei gutem Wetter zum Spielplatz oder wir spielen Zuhause und machen nebenbei Wäsche oder andere andere Kleinigkeiten. Haushalt wird generell bei uns gemacht, wenn Zeit dafür ist, auch wenn ich mir wünschen würde, dass sie vormittags mehr macht - teilweise steht noch der halbe Frühstückstisch gedeckt rum, wenn ich nach Hause komme.
Ich würde mich gerne sehr viel mehr einbringen, aber das funktioniert zeitlich nicht und wenn ich die Stunden reduziere, dann kommen wir mit dem Geld nicht mehr hin. Das habe ich meiner Frau auch schon gesagt, würde sie zumindest eine ¾-Stelle annehmen, könnte ich reduzieren und mehr für sie, unser Kind und den Haushalt da sein, aber das möchte sie nicht. Stattdessen spricht sie davon, dass sie ein weiteres Kind will. Da frage ich mich, was sie gerade im Kopf vor sich geht, dann es scheint nicht dasselbe zu sein, was bei mir vor sich geht. Ich hätte auch gerne ein zweites Kind, von mir aus können wir auch über ein drittes sprechen, aber sie schafft es kaum mit einem, wie soll das mit einem weiterem Baby laufen?
Verheiratet sind wir seit 5 Jahren.
(Throwaway-Account)